Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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— 29— die Muͤhe erſyaren mich dorthin zu bringen, wohin ich mich zu begeben eben keine große Neigung verſpüre, und wo mich doch nur Hundelohn fuͤr meine Arbeit erwartet.“—

„Aber ich glaube bei meiner Seele,“ fuhr er fort, in⸗ dem er zum Boot hinausblickte,„daß unſere Reiſe noch dazu vergeblich ſeyn wird; ſeht doch! da liegt die Barke der Koͤ⸗ nigin an der Treppe, als ob die Majeſtaͤt auszufahren im Begriff ſtaͤnde.“ 84

So war es in der That. Die koͤnigliche Barke, bemannt mit den Bootsleuten der Koͤnigin, ſaͤmmtlich in reicher Staatslivreag lag wirklich, die Flagge Englands entfaltet, vor der großen Stiege, welche vom Ufer herab fuͤhrte, mit noch einigen anderen Boͤten daneben, beſtimmt, den Theil der Begleitung aufzunehmen, welche nicht zu der unmittel⸗ baren Umgebung der Monarchin gehoͤrte. Die Trabanten der Garde, die groͤßten und ſchoͤnſten Leute, welche England nur hervorzubringen im Stande war, hatten, mit ihren Hel⸗ lebarden bewaffnet, vom Schloßthor bis zum Ufer ein Spa⸗ lier gezogen, und alles ſchien, obgleich es noch fruͤh am Tage war, die augenblickliche Ankunft der Koͤnigin zu verkuͤnden. „Mein Seel!“ ſagte Blount,„das bedeutet uns nichts gutes, arge Dinge muͤſſen es ſeyn, welche die Majeſtaͤt ſo ploͤtzlich in Bewegung ſetzen.— Wir thun, denk ich, am beſten, umzukehren, und dem Grafen von dem zu unterrich⸗ ten, was wir geſehen haben.“

„Was wir geſehen haben?“ entgegnete Walter,„nun, was haben wir denn geſehen? nichts als ein Boot, und Men⸗ ſchen mit rothen Waͤmſern; und Hellebarden in den Haͤn⸗ den.— Laßt uns zuvor ſeinen Auftrag ausrichten, und ihm dann erzaͤhlen, was die Koͤnigin darauf erwiederte.“

So ſprechend, ließ er das Boot bei einem Landungs⸗ platze in einiger Entfernung von der koͤniglichen Barke an⸗