Wache zu halten, niemand aber blieb im Zimmer des kran⸗
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lian auf keine Weiſe fuͤr die Wirkung verantwortlich iſt, die dieſe Arzenei auf mich machen wird; ich nehme ſie aus ei⸗ genem freien Willen, weil ich glaube, daß mir Gott dieſes Heilmittel ganz unerwartet ſandte, um mir von meiner Krankheit zu helfen.— Ueberbringt meiner Koͤniglichen Gebieterin die Verſicherung meiner Ergebenheit, berichtet ihr, daß ich als ihr treuer Diener lebe und ſterbe, und daß ich Allen, die ihren Thron umgeben, mein ehrliches Herz und meinen guten Willen, aber mit mehr Talent, als dem armen Thomas Radeliff verliehen worden war, verbunden wuͤnſche.“
Darauf faltete er ſeine Haͤnde, und ſchien ein oder zwei Seeunden lang in andaͤchtigem Gebet verſunken, dann faßte er den Trank, und richtete dabei einen durchdringenden Blick auf Wayland, als wolle er das Innerſte ſeiner Seele durch⸗ ſchauen, welcher aber weder in den Geſichtszuͤgen noch im Benehmen des Kuͤnſtlers die geringſte Veraͤnderung hervor⸗ brachte.
„Hier iſt nichts zu fuͤrchten,“ ſagte Suſſex zu Treſſilian, und leerte die Schale ohne weiteres Bedenken.
„Jetzt muß ich Eure Herrlichkeit erſuchen,“ nahm Way⸗ land das Wort,„Euch zum Schlummer zurecht zu legen, auf ſo begueme Weiſe, als Ihr es nur immer zu thun im Stande ſeyd; und Euch, Ihr Herren, muß ich bitten, Euch ſo ſtill und ruhig zu verhalten, als weiltet Ihr bei dem Sterbebette Eurer Mutter.“
Der Seeretair und der Kaͤmmerer entfernten ſich darauf, und ertheilten den Befehl, daß alle Thuͤren im Hauſe ge⸗ ſchloſſen, und jedes Geraͤuſch durchaus vermieden werden folle. Mehrere Cavaliere erboten ſich, unten in der Halle


