Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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8 8 Der aͤltere Cavalier war unterdeſſen von ſeiner Bank aufgeſtanden, und in der Kalle mit großen Schritten auf und abgegangen, wobei er einige Ungeduld zeigte, waͤhrend der Juͤngling mit Ernſt und Gefuͤhl die Verſe rezitirte. Als er geendet hatte, huͤllte ſich jener wieder in ſeinen Man⸗ tel, nahm ſeinen Platz von vorhin wieder ein, und ſprach: „Ich wundere mich, Treſſilian, wie Du dem albernen Zeuge des Burſchen zuhoͤren magſt. Was ſoll man wohl von My⸗ lords ehrenwerther Umgebung denken, wenn man ſolch ſchwaͤch⸗ lich, jaͤmmerlich, kindiſches Weſen von Poeſie darunter trifft, das mit Herrn Walter Witzbold und ſeinen Cameraden hier eingezogen iſt, und das in allerhand ſeltſam verworrene Re⸗ den unſere reinen alt engliſchen Phraſen umwandelt, die uns Gott gab, um auszuſprechen, was wir meinten.“ „Blount meint,“ ſagte ſein Camerad lachend, ue Teufel habe Eva in Verſen verfuͤhrt, und die myſtiſche Be⸗ deutung vom Baum der Erkenntniß beſtehe allein in der Kunſt, Reime zu ſchmieden und Hexameter auszumeſſen.“ In dieſem Augenblick trat des Grafen Kaͤmmerer herein, und berichtete Treſſilian, daß ſein Herr mit ihm zu ſprechen wuͤnſche. Treſſilian fand den Lord Suſſey nur nachlaͤſſig angeklei⸗ det, auf ſeinem Ruhebette liegend, und erſchrak uͤber den Einſluß, welchen ſeine Krankheit auf ſein Aeußeres gehabt hatte. Der Graf empfing ihn mit der freundlichſten Herz⸗ lichkeit, und befragte ihn ſogleich nach ſeinen Herzensange⸗ legenheiten. Treſſilian vermied vor der Hand hierauf Ant⸗ wort zu geben, und bemerkte, als er die Unterredung auf den Geſundheitszuſtand des Kranken lenkte, mit Erſtaunen, daß alle Symptome ſeines Uebels voͤllig mit denen uͤberein⸗ ſtimmten, welche Wayland Smith in dieſer Ruͤckſicht ange⸗ geben hatte. Er zoͤgerte daher nicht, den Lord unverzuͤglich