nach irgend einem alten Schiffe umzuſehen, was ſie von den Ueberreſten ihres Vermoͤgens zu kaufen im Stande waͤren; und wenn denn hier erſt alles vorbei ſeyn wird, da wollen wir unſern edlen Lord in ein friſches, gruͤnes Grab legen; weenn's die(Gelegenheit will, uns an die machen, die ihn ſo ſchnell dahin ſandten, und dann nach Indien ſegeln, mit Herzen, eben ſo leicht, wie unſere Boͤrſen.“ „So ſey es,“ ſprach Treſſilian,„auch ich werde ein FGleiches thun, ſobald ich nur zuvor einige Geſchaͤfte bei Hofe abgemacht habe!“ „Wie? Du Geſchaͤfte am Hofe?“ riefen beide zugleich, „Du, Du willſt mit nach Indien gehen!“ 8„Sprich Treſſilian,“ fuhr dann der Juͤngere fort, biſt Du nicht verlobt, und uͤber die Stuͤrme hinweg, die einen andern ehrlichen Kerl hinaus auf die See treiben koͤnnen? — Was macht Deine ſchoͤne Emmy?“ „Nichts von ihr,“ erwiederte Treſſilian, fein Geſicht abwendend. 1„Ey, ſteht es ſo mit Euch!“ ſprach der Juͤngling, ſeine Hand theilnehmend erfaſſend,„dann ſey unbeſorgt, ich werde dieſe friſche Wunde nicht wieder beruͤhren,— aber die Kunde itt mir eben ſo ſeltſam, als traurig.— Soll denn keiner von uns froͤhlichen Geſellen dem Schiffbruch ſeines Gluͤcks in dieſem Sturme entgehen? ich hoffte Dich ſchon in dem ſicheren Hafen, mein Edmund.— Aber ein anderer theuerer Freund Deines Namens*) ſpricht wahr, wenn er ſingt: Wer ſah' wohl je das maͤcht'ge Rad ſich dreh'n, Das wechſelvoll des Zufalls Hand bewegt, — Und fuͤhlte den Gedanken nicht erſtehn, Wie Wankelmuth ſo tiefe Wunden ſchlaͤt.
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*) Der beruͤhmte Edmund Spencer. Kenilworth. 2r Bd. B


