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terſetzt, und ſeine Geſichtszuͤge verkuͤndeten graden geſunden Verſtand, ohne dabei aber auch nur einen Gran von Leb⸗ haftigkeit und Phantaſie zu verrathen. Der juͤngere, welcher ungefaͤhr zwanzig Jahre oder etwas daruͤber ſchien, war auf die galante Weiſe gekleidet, die zu jener Zeit unter jungen Leuten von Stande Sitte war. Er trug einen Mantel von carmoiſinrothem Sammet, reich mit Treſſen und Stickereien verziert; eine Muͤtze von demſelben koͤſtlichen Zeuge, und um dieſe eine ſchwere goldene Kette dreifach gewunden, und durch eine Schaumuͤnze zuſammen gehalten. Sein Haar war in die Hoͤhe gekaͤmmt, ungefaͤhr wie es heut zu Tage unſere jangen Herren zu tragen pflegen, und in den Ohren glaͤnzten ſilberne Ringe, jeder mit einer Perle von ziemlich bedeutender Groͤße geſchmuͤckt. Das Geſicht dieſes Juͤnglings, von regelmaͤßiger Schoͤnheit mit einer einnehmenden Geſtalt verbunden, war zugleich ſo belebt und entſchloſſen, daß der Ausdruck der Feſtigkeit eines beſtimmten Charakters, die Phantaſie eines feurigen Gemuͤths, die Kraft der Reflexion, und die Raſchheit des Entſchluſſes unverkennbar aus dem⸗ ſelben hervorleuchteten.
Beide Cavaliere ſaßen faſt in gleicher Stellung auf Baͤnken unfern von einander; jeder aber ſchien auf ſeine Weiſe in Nachdenken verſunken, und blickte ſtarr nach der Wand gegenuͤber, ohne ſich mit dem Andern zu unterhalten. Die Blicke des Aeltern waren von ſolcher Art, daß ſie dem Bemerker die Ueberzeugung gewaͤhrten, er ſchaue an jener Wand nichts weiter, als die Seite einer alten Halle, mit Maͤnteln, Hirſchgeweihen, Schilden, alten Waffen, Partiſanen, und mehr dergleichen Gegenſtaͤnden, mit denen ſolch ein Vor⸗ ſaal geſchmuͤckt zu ſeyn pflegt, rund umher behaͤngt. Die Blicke des Juͤnglings dagegen hatten einen ſeltſam wundervollen Ausdruck. Er ſchien in Traͤumereien verſunken, und der leere
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