3— 5— laſſen, wo die Factionen der Nebenbuhler an Eliſabeths Hofe ſo thaͤtig waren. Wayland Smith willigte ohne Be⸗ denken in dieſen Vorſchlag, deſſen Grund er errathen mochte, wobei er nur die Bedingung machte, daß ſein Herr mit ihm in die Laͤden der Chemiker oder Apotheker gehen ſolls, welche er in Fleet⸗Street bezeichnen wuͤrde, wo er einige Einkaͤufe zu machen habe. Treſſilian erklaͤrte ſich dazu bereit, und trat, dem Winke ſeines Diener folgend, nach und nach in mehr als vier oder fünf Laͤden, wo er bemerkte, daß Wayland Smith in jedem ꝛmmer nur eir Arzeneimittel, jedesmal aber in verſchiedener Quantitaͤt, kaufte. Die Medicamente welche er zuerſt for⸗ 6
derte, waren reichlich vorhanden, die aber, welche er ſyaͤter begehrte, waren es weniger; und Treſſilian bemerkte, daß Wayland mehr als einmal Wurzeln und Kraͤuter mit dem Bedeuten dem Eigenthuͤmer zuruͤckreichte, doch die aͤchte Sorte zu geben, wie auch, daß er, falls ſolches ſeiner Mei⸗ nung nach nicht geſchah, fortging, ſie anderswo zu fuchen. Eine Ingredienz aber war durchaus nicht zu bekommen. Einige Chemiker geſtanden ganz ehrlich, ſie hoͤtten derglei⸗ chen nie geſehen— Andere beſtritten die Exiſten; einer ſol⸗ chen Arzenei, und meigken, ſie koͤnne nur in dem Gehirn eines verruͤckten Alchymiſten vorhanden ſeyn— die meiſten aber glaubten den Kaͤufer zu befriedigen, wenn ſie irgend ein Surrogat dafuͤr zum Vorſchein brachten, welches ſie dann, wenn dieſer es verwarf, in noch beſſerer Qualitaͤt auf dem Lager gehabt zu haben behaupteten. Alle aber bozeigten Neu⸗ gierde uͤber den Zweck, zu dem er dieſe Arzenei verlange. Ein alter magerer Chemiker, an den ſich Wayland mit der⸗ felben Frage in Ausdruͤcken wandte, welche fruͤher geyoͤrt zu haben Treſſilian ſich nicht erinnern konnte, verſicherte zuletzt treuherzig, daß dergleichen nicht in London zu finden ſey, es
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