Gefangene deſto ſicherer zu bewahren, hatte er den Strick bis an das obere Ende der Treppe geleitet, und zeigte jetzt, wie oben erwähnt, das Kunſtwerk ſeinem Spießgeſellen.
Varney betrachtete alles mit großer Aufmerkſamkeit, und blickte mehr als einmal in den Abgrund hinab, der durch das Hinwegziehen der Fallthür offen vor ihm da⸗ lag. Unten war finſtere Nacht, die Tiefe ſchien uner⸗ mmeßlich, und ging, wie Foſter ſeinem Schandgenoſſen
zuflüſterte, bis in das unterſte Gewölbe des hohen Her⸗ renhauſes. Varney warf noch einen langen, ernſten Zlick hinab, und begab ſich dann mit Foſter in den ge⸗ woöhnlich bewohnten Theil des Herrenhauſes.
Als ſie in dem untern Gemache anlangten, trug Varney Foſter auf, ein Abendeſſen und einige Flaſchen vom beſten Wein zu beſorgen;„ich will Alasco aufſu⸗ chen,“ ſprach er,„es giebt Arbeit für ihn, wir müſ⸗ ſen ihn in gute Laune bringen.“.
Foſter brummte bei dieſem Vorſchlage, machte aber keine Einwendung, und das alte Weib verſicherte, daß Alasco ſeit ihres Herrn Abweſenheit nicht gegeſſen und getrunken habe, ſondern beſtändig in ſeinem Laboratorium eingeſchloſſen geweſen ſey, gleich als ob die Fortdauer der Welt von ſeinem Treiben und Thun abhänge.
„Ich will ihm kund thun, daß die Welt andere Forderung an ihn hat,“ ſagte Varney, und nahm das Licht, um den Aſtrologen aufzuſuchen. Nach einer ziem⸗ lich langen Abweſenheit kehrte er zurück, todtenbleich, aber mit ſeinem gewöhnlichen Teufelslächeln auf dem Ge⸗ ſichte.„Unſer Freund iſt fort!“ ſagte er.
„Was ſagt Ihr? davon gelaufen, fort mit meinen vierzig Pfund, die er tauſendfach vervielfältigen wollte;
5— augenblicklich ſende ich Häſcher nach.“


