Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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Meine Tochter iſt mir werth, Madam! ſagte Foſter auf plumpe Weiſe;ſie ſoll nichts von ſolchen Hof⸗ ſtreichen, als Lügen und Entlaufen, lernen; manches davon

hat ſie ohnehin ſchon begriffen, Dank Euch dafür, Mylady!

Die Gräfin, ſehr ermüdet und erſchüttert, erwiederte

nichts auf dieſe Unverſchämtheit, ſondern äußerte nur ſanft den Wunſch, ſich auf ihr Zimmer begeben zu können.

Nicht mehr als billig, entgegnete Foſter;aber

Ihr geht, mit eurer Erlaubniß, nicht mehr hinauf in eure 3 glänzende Puppenſchachtel Ihr ſollt dieſe Nacht an eeinem ſicherern Orte ſchlafen⸗ 4

Ich wollte, es wäre in meinem Grabe; ſagte die Gräfin;obgleich das menſchliche Gefühl bei dem Gedan⸗ ken ſchaudert, daß ſich die Seele von dem Körper trennt.

Ihr habt, denke ich, nicht nöthig, dieſem Gedan⸗ ken Raum zu geben, erwiederte Foſter,Mylord kommt morgen hieher, und da werdet Ihr ſchon alles wieder mit ihm ins Geleiſe bringen.

Kommt er, kommt er wirklich, guter Foſter!

Guter Foſter, guter Foſter! wiederholte dieſer; welcher Foſter aber werde ich morgen ſeyn, wenn Ihr zu Mylord von mir ſprechen werdet, obgleich alles, was ich that, nur auf ſeinen Befehl geſchah.

Ihr ſeyd mein Beſchützer, antwortete die Gräfin; obgleich ein rauher dennoch mein Beſchützer; ach, wäre doch Janette nur zugegen!

Sie iſt dort, wo ſie iſt, beſſer aufgehoben, ent⸗

gegnete Foſter;eine von Euch iſt ſchon genug, einem

den Kopf zu verwirren. Aber wollt Ihr nicht einige Erfriſchungen zu Euch nehmen?

Nein, ach nein! entgegnete ſie,auf mein Zim⸗ mer, auf mein Zimmer! Ich hoſfe doch, es von innen verſchließen zu können!