Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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Ruhe wird ihr wohlthätig ſeyn, entgegnete Var⸗ ney;ſie ſoll bald einen langen und geſunden Schlaf thun, wir müſſen ſie an einen ſtillen geräuſchloſen Ort bringen. 3

In ihre eigenen Zimmer, denke ich, ſagte Foſter. Ich habe Janette mit einem derben Verweis zu ihrer Baſe geſchickt, und die alten Weiber ſind die Treue ſelbſt.

Wir wollen ihnen dennoch nicht vertrauen, Freund Tony, erwiederte Varney,wir müſſen ſie dorthin bringen, wo Du dein Gold aufbewahrſt.

Mein Gold? unterbrach ihn Foſter, gewaltig erſchrocken;mein Gold? wo hätte ich denn Gold?

wollte Gott, ich hätte welches.

Schweig, alter Filz! ſagte Varney,wer fragt nach deinem Golde? Hätte ich nicht hundert andere Wege, dazu zu gelangen, falls ich wollte? Von deinem Schlafzimmer, das Du ſo ſeltſam verſchanzt haſt, iſt die Rede; dort ſoll ſie hin, und Du ſollſt ihr das Kopfkiſſen zurechtlegen; der Graf, kann ich Dir ſagen, wird nie nach den reichen Koſtbarkeiten der vier obern Zimmer fragen.

Dieſe letzte Verſicherung machte ſichtbaren Eindruck auf Foſter, er bat um Erlaubniß, vorausreiten zu dür⸗ fen, um die nöthigen Anſtalten zu treffen, ſpornte ſein Pferd, und ſprengte der Sänfte vor, hinter welche ſich Varney wieder ungefähr auf Schußweite zurückzog, ſo, daß ſich jetzt nur Tider neben der Gräfin befand.

Sobald man zu Cumnor⸗ Plate angelangt war, fragte die Gräfin nach Janette, und erſchrak nicht wenig, als ſie vernahm, daß ſie ferner nicht von dieſem lieben Mäd⸗ chen bedient werden ſolle.