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Verhältniſſen gedrängt, befiehlt Euch, Euch auf der Stelle mit uns nach Cumnor zu begeben. Seht hier ſeinen Siegelring, er iſt ein Beweis ſeines dringenden Gebots.“
„Du lügſt! Du lügſt! rief die Gräfin;„Du haſt
dieſen Bürgen ſeiner Worte geſtohlen,— Du, der Du jeder, ſelbſt der ſchwärzeſten Niederträchtigkeit fähig biſt.“
„Was ich ſprach, iſt wahr, Mylady!“ entgegnete Vatney,„ſo wahr, daß, wenn Ihr uns nicht auf der Stelle bereitwillig folgt, wir Gewalt brauchen müſſen,
um die Befehle, die uns geworden ſind, in Ausführung
zu bringen.“
„Gewalt!“ rief die unglückliche Gräfin,„Du darfſt trotz deiner Schändlichkeit nicht ſo weit gehen.“
„Es kommt auf den Beweis an,“ erwiederte Var⸗ ney, welcher überzeugt war, daß Furcht das einzige Mit⸗ tel ſey, ihren ſtolzen Sinn zu beugen;„treibt Ihr mich
dazu, werde ich mich Euch als einen unbehülflichen Kam⸗ merdiener zeigen.“
Bei dieſen Worten war es, wo Emmy dergeſtalt aufſchrie, daß, hätte man nicht ihres vorgeblichen Wahn⸗ ſinns gedacht, Lord Hunsdon und Andere zu ihrer Hülfe herbeigeeilt wären. Als ſie gewahrte, daß ihr Geſchrei vergeblich ſey, wandte ſie ſich zu Foſter, ihn auf's innigſte bei der Tugend und Reinheit ſeiner Tochter Janette an⸗
flehend, nicht zuzugeben, daß ſie mit unanſtändiger Gewalt behandelt werde.
„Ey, Madam!“ ſagte Foſter,„das Weib muß dem Manne gehorſam ſeyn, ſagt die heilige Schrift, und wenn Ihr euch nur ankleiden und uns geduldig folgen wollt, ſo ſoll kein Menſch an Euch auch nur den Finger legen, ſo lange ich noch ein Piſtol los ſchießen kann.“
Da keine Hülfe nahete, erklärte ſich die, ſelbſt von
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