Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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ſeinen Vortheil zu verfolgen.„Ew. Majeſtät,“ fuhr er fort, 3„welche ſchon ſo viel verziehen haben, werden es gewiß entſchuldigen, wenn ich eure Gnade für Ausdrücke in Anſpruch nehme, die geſtern früh nur als eine leichte Beleidigung angeſehen wurden.“

Die Königin heftete ihre Augen feſt auf ihn, als ſie erwiederte:„Nun, beim Himmel, Mylord, eure Unverſchämtheit überſchreitet die Gränzen der Glaublichkeit und der Geduld! aber ſie ſoll Euch zu nichts helfen.— Tretet näher, Mylord's, fämmtlich, und hört die Neuig⸗ keit:— Moylord von Leiceſters geheime Vermählung hat mich um einen Seeaat, und England um einen Kö⸗ nig gebracht. Se. Herrlichkeit liebten die patriarchaliſche Weiſe; eine Frau zur Zeit genügte ihnen nicht, uns

dachten ſie die Ehre ihrer linken Hand zu.— Unver⸗ ſchämt über alle Begriffe— weil ich ihn mit einigen

Zeichen von Hofgunſt beehrte, glaubte er meine Krone und meine Hand zu ſeiner Verfügung.— Ihr denkt, hoffe ich, anders von mir, Mylord's! daher kann ich dieſen ehrgeizigen Mann nur beklagen, wie ein Kind, deſſen Seifenblaſe zerſprang.— Wir gehen jetzt in die Halle, Mylord von Leiceſter, wir befehlen Euch, in unſerer Nähe zu bleiben.“

Alles in der Halle war in der geſpannteſten Erwar⸗ tung; wer aber mahlt das allgemeine Erſtaunen, als die Königin zu den ihr zunächſt ſtehenden Hofcavalieren und Damen ſagte:„Die Feſtlichkeiten zu Kenilworth, Mylord's und Mylady's, ſind noch nicht geendet, wir haben die Vermählung des edlen Schloßherrn zu feiern.“

Aus allen Geſichtern ſprach die größte Verwun⸗ derung.