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Abſicht, etwas gegen das Leben der Gräfin zu unter⸗ nehmen, eingewilligt hatte. Er rechnete in dieſer Rück⸗ ſicht völlig auf die durch Lambourne geſandten Gegenbe⸗ fehle; auch war es ſein Wille, gleich nach Beendigung der Audienz ſelbſt nach Cumnor⸗Place zu eilen, zumal da er glaubte, die Königin werde nach dieſem Vorfalle Kenilworth unverzüglich verlaſſen.
Aber der Graf machte ſeine Rechnung ohne den Wirth. Zwar waren jetzt ſeine Gegenwart und ſeine Bekenntniſſe Galle und Wermuth für die einſt für ihn ſo partheilich geſinnte Gebieterin; allein jeder andern un⸗ mittelbaren Rache beraubt, bemerkte Eliſabeth, daß ſie durch ihre Fragen den treuloſen Günſtling auf die Folter ſpanne, und ſetzte ſolche daher fort, der eigenen Schmer⸗ zen dabei nicht mehr achtend, wie der Wilde, der ſeine von den glühenden Zangen verbrannten Hände berückſich⸗ tigt, mit denen er ſeine Feinde zu entfleiſchen ſich be⸗ müht.. Endlich indeß verlor der ſtolze Graf, einem allzu gereizten Wilde gleich, die Geduld;„gnädigſte Frau,“ ſprach er,„ich habe Vorwürfe verdient,— ſelbſt mehr, als euer gerechter Zorn ausgefprochen hat. Doch erlaubt mir, Euch zu bemerken, daß, wenn mein Vergehen gleich unverzeihlich, es dennoch nicht ohne Urſache Statt fand, und daß, wenn Schönheit und herablaſſende Würde das ſchwa⸗ che Herz eines Sterblichen zu verführen im Stande ſind, ich dieſe als die Urſachen angeben kann, weshalb ich meine Vermählung vor Ew. Majeſtät geheim hielt.“—
Die Königin ward über dieſe Rede, welche indeß Leiceſter Sorge trug ſo auszuſprechen, daß ſie nur von ihr gehört werden konnte, dergeſtalt beſtürzt, daß ſie einen Augenblick ſchwieg, welches dem Grafen die Kühnheit gab,


