Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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„Gewiß, es iſt ſo, auf unſer königliches Wort,“ fuhr Eliſabeth fort;„er hat ſeine Vermählung ſelbſt ge⸗ gen uns geheim gehalten, um uns zu dieſer gelegenen Zeit damit zu überraſchen.— Ich ſehe Euch alle vor Neugierde ſterben, den Namen der glücklichen Braut zu erfahren— es iſt Emmy Robſart,— dieſelbe, wel⸗ che, um den Reiz der Maskenſpiele zu erhöhen, geſtern als das Weib ſeines Dieners Varney auftrat.“

„Um Gottes willen, Madam!“ unterbrach ſie Lei⸗ ceſter mit einem Gemiſch von Demuth, Verdruß und Schaam auf ſeinem Geſichte, indem er ſich Eliſabeth nahete und ſo leiſe ſprach, daß er nur von ihr gehört wurde,„nehmt meinen Kopf, wie Ihr es in eurem Zorne gedroht, nnd erſpart mir dieſen Spott!— quält nicht einen Gefallenen,— tretet nicht auf einen zermalmten Wurm.“.

„Auf einen Wurm?“ entgegnete Eliſabeth auf die⸗ ſelbe Weiſe; eine Schlange iſt die richtigere Benennung, — eine undankbare Schlange, die in einem gewiſſen Bu⸗ ſen erwärmt wurde.——

„Um Eurer ſelbſt willen, gnädigſte Frau! um mei⸗ netwillen,“ fuhr der Graf fort,—„ſo lange mir noch einige Vernunft bleibt.“——

„Sprecht lauter, Mylord!“ und in weiterer Ent⸗

fernung, unterbrach ihn Eliſabeth;—„Euer Athem entſteift unſere Halskrauſe;— was begehrt Ihr von uns?“ 4

„Erlaubniß,“ erwiederte der unglückliche Graf de⸗ müthig,„mich nach Cumnor⸗Place begeben zu dürfen.“ „Um eure Braut heim zu führen?— Ey, das iſt in der Ordnung; denn, wie wir erfuhren, iſt dort nur ſchlecht für ſie geſorgt. Aber, Mylord, Ihr dürft nicht