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Treſſilian ſchritt indeſſen durch die große Halle, in welcher die erſtaunten Höflinge, verſchiedene Gruppen bildend, geheimnißvoll einander zuflüſterten, während Aller Blicke auf die Thür am Oberende gerichtet waren, welche in das Audienzzimmer der Königin führte. Raleigh deutete auf die Thür, Treſſilian klopfte, und ward ſo⸗ gleich eingelaſſen. Mancher Hals ward in dieſem Augen⸗ blicke ausgeſtreckt, um, den Moment benutzend, einen Blick in das innere des Zimmers zu werfen, aber der Vorhang an der innern Seite der Thür ward zu ſchnell herabgelaſſen, als daß der Wunſch der Neugierigen nur einigermaaßen erfüllt worden wäre.
Beim Eintritt fand ſich Treſſilian, nicht ohne ſtar⸗ kes Herzklopfen, in Eliſabeths Gegenwart, welche in heftiger Seelenbewegung auf und ab ſchritt, die ſie zu verbergen dem Anſcheine nach unter ihrer Würde hielt, während zwei oder drei ihrer vertrauteſten und weiſeſten Näthe ängſtliche Blicke mit einander wechſelten, ihre Aeußerungen aber zu verſchieben ſchienen, bis ſich Elifa⸗ beths Zorn würde gelegt haben. Vor dem Thronſitze, auf dem ſie geſeſſen, und den die heftige Bewegung, mit der ſie aufgeſprungen war, halb zur Seite geſcho⸗ ben hatte, kniete Leiceſter, die Arme kreuzweis über ein⸗ ander geſchlagen, das Auge ſtarr und bewegungslos auf den Boden geheftet, unbeweglich, wie eine Figur auf einem Grabſteine. Neben ihm ſtand der Graf von Shrewsbury, Marſchall von England, mit ſeinem Stabe in der Hand.— Leiceſters Schwerdt war vom Gürtel ge⸗ löſt, und lag vor ihm auf dem Boden.
„Alſo Ihr, Sir!“ rief Eliſabeth, indem ſie dicht auf Treſſtlian zutrat, und mit dem Fuße ſtampfte, zornig und heftig wie Heinrich der Achte;„alſo Ihr wußtet


