Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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Hochverrath, oder von etwas noch ſchlimmerem, die Rede iſt, weiß niemand.“ 3 BBeim Himmel! er ſagt die Wahrheit,“ ſprach Ra⸗ leigh, welcher eben hinzutrat;„Ihr müßt ſogleich zur Koͤnigin.“

„Sey nicht zu ſchnell, Raleigh,“ ſagte Blount; „denke doch an ſeine Stiefel.— Geh zuvor auf mein Zimmer, lieber Treſſilian, und lege meine neuen blü⸗ thenfarbenen ſeidenen Strümpfe an,— ich habe ſie nur zweimal getragen.“

„ Dazu iſt nicht Zeit,“ entgegnete Treſſilian,„gieb aber Acht hier auf dieſen Burſchen, ſey freundlich gegen ihn, aber ſorge, daß er nicht entwiſche,— ſeine Ge⸗ genwart iſt wichtig.“ So ſprechend, folgte er Naleigh, den ehrlichen Blount zurücklaſſend, welcher den Zaum von Treſſilians Pferde mit der einen, Dickie aber mit der andern Hand hielt, und ſeinen Cameraden einen langen Blick nach⸗ ſandte.. „Niemand ruft mich zu dem Geheimniß,“ murmelte er vor ſich hin;— hier laſſen ſie mich zurück als Stallknecht und Kinderwärterin in einer Perſon. Das Erſtere wollte ich noch entſchuldigen, denn ein gutes Pferd iſt mir lieb, aber der Hüter einer ſolchen Mißgeſtalt zu ſeyn! — Woher des Weges, du Kobold?“

„Aus dem Gehege!“ entgegnete Dickie.

„Und was triebſt Du dort?“

„SIch fing Staarmätze mit rothen Beinen und gel⸗ ben Füßen,“ grinſte Dickie.

Blount blickte verblüfft auf ſeine großen gelben Schuhſchleifen, und fragte nicht weiter. 3