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um dieſe ſaubere Geſchichte— Ihr alſo waret der Gehülfe in dem Betruge, den man mit uns geſpielt hat— Ihr alſo waret Urſache unſerer Ungerechtigkeit?“— Treſſilian ließ ſich vor der Monarchin auf ein Knie nieder; ſein rich⸗ tiges Gefühl zeigte ihm die Gefahr, in dieſem Augen⸗ blicke des Zorns irgend etwas zu ſeiner Vertheidigung zu ſagen.„Seyd Ihr ſtumm?“ fuhr Eliſabeth mit gleicher Heftigkeit fort;„Ihr wußcet von der Geſchichte,— wuß⸗ tet Ihr nicht?“
„Nicht, gnädigſte Frau!“ entgegnete Treſſilian, „daß die unglückliche Lady Gräfin von Leiceſter war.“
„Auch ſoll ſie Niemand als ſolche erkennen,“ rief Eliſabeth.„Gott's Tod! Gräfin von Leiceſter!— Emmy Dudley heißt ſie; und wohl ihr, wenn ſie ſich nicht bald Wittwe des Verräthers Robert Dudley ſchreiben muß!“
„Gnädige Frau,“ ſagte Leiceſter,„verfahrt mit mir, wie es Euch beliebt;— aber kränkt jenen Cavalier nicht, er hat es auf keine Weiſe verdient.“
„Meinſt Du, daß ihm deine Fürſprache nützen wird?“ rief Eliſabeth, indem ſie Treſſilian, der ſich darauf lang⸗ ſam erhob, verließ, und auf Leiceſter zueilte; welcher fortwährend auf ſeinen Knieen lag.„Deine Fürſprache, du Falſcher— du zwiefacher Verräther?— deine, deine Fürſprache, deſſen Schlechtigkeit mich lächerlich vor mei⸗ nen Unterthanen und mich mir ſelbſt verhaßt machte?— Meine eigenen Augen könnte ich ausreißen, ihee Blind⸗ heit zu ſtrafen.“
Burleigh wagte jetzt, einige Worte fallen zu laſ⸗ ſen.„Erinnert Euch, gnädige Frau!“ ſprach er,„daß Ihr Königin— Königin von England— Mutter eures Volkes ſeyd. Gebt ſolchem leidenſchaftlich wilden Stuime
keinen Raum!“


