Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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Königin lachte herzlich über dieſe Nachahmung ritterlicher Kämpfe. Sie rief den Grafen von Suſſex und Lord Hunsdon zu ſich heran, vielleicht in der Abſicht, zugleich dem Erſteren, indem ſie ſich mit ihm über eine Luſtbar⸗ keit unterhielt, welche ſeinem Geiſte mehr als die frühe⸗ ren Spiele zuſagte, eine Entſchädigung für die langen und öftern Privataudienzen zu gewähren, welche ſie dem Grafen von Leiceſter geſtattet hatte. Die Luſt, welche Eliſabeth zeigte, ſich mit jenen militairiſchen Hofleuten zu unterhalten, bot dem Grafen von Leiceſter die ge⸗ wünſchte Gelegenheit, ſich aus der königlichen Nähe zu entfernen, welches er ſo geſchickt bewerkſtelligte, daß der verſammelte Hof in dieſer Handlung nur die zuvorkom⸗ mende Abſicht zu erkennen glaubte, ſeinem Nebenbuhler freies Spiel bei der Monarchin zu laſſen, ſtatt ſich ſeiner Rechte als Hausherr bedienen zu wollen, und immerdar zwiſchen dem Sonnenliichte ihres Antlitzes und ihren Höf⸗ lingen zu ſtehen.

Leiceſters Gedanken waren indeſſen mit ganz andern Dingen, als mit höfiſcher Etikette beſchäftigt. Kaum ſah er die Königin in Unterredung mit Suſſex und Hunsdon begriffen, hinter denen Nicolas Blount ſtand, welcher⸗ bei jedem Worte, was geſprochen ward, ſeinen großen Mund ſo zum Lachen verzog, daß die Enden deſſelben mit ſeinen Ohren in Berührung kamen,— als er auch ſo⸗ gleich Treſſilian winkte, der, der Uebereinkunft gemäß, in der Nähe iſeinen Bewegungen lauſchte, und ſich dem Gedränge entzog, in dem er durch die Menge von Zu⸗ ſchauern, welche mit offenem Munde den Kampf der Eng⸗ länder und Dänen angafften, dem Gehege zuſchritt. Als er dieß bewerkſtelligt hatte, welches nicht ohne Schwierigkeit geſchah, warf er einen Blick hinter ſich, um zu ſehen,