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Die Luſtbarkeit, mit der Eliſabeth und ihe Hof am fol⸗ genden Tage ergötzt werden ſollten, beſtand in einem von den treuherzigen Männern von Coventry aufzuführenden Schauſpiele. Sie ſollten, wie es, einem in ihrem Orte lang erhaltenen Gebrauche zufolge, Sitte war, den Kampf zwiſchen den Engländern und den Dänen vorſtel⸗ len, welcher im Jahre 1012 Statt hatte, und in dem, nach alter verbürgter Sache, die engliſchen Amazonen, die Streiter ihrer Nation zum Kampfe aufmunternd, zur Haupturſache des Sieges über die Dänen wurden. Die⸗ ſes Volksfeſt, welches während langer Zeit ein freudiger Zeitvertreib der guten Leute von Coventry geweſen war, war vielleicht durch den Einfluß irgend eines eifrigen Geiſtlichen abgeſchafft worden; aber die Mehrzahl der Einwohner hatte eine Bittſchrift bei der Königin eingereicht, erſu⸗ chend, man möge ihnen doch ihr Volksfeſt wieder erlau⸗ ben, und ihnen geſtatten, es vor der Monarchin ſelbſt aufzuführen. Als nun in dem kleinen Rathe, deſſen Eliſabeth ſich bei ſolchen Dingen zu bedienen pflegte, das Anſuchen vorgelegt ward, fand daſſelbe, obgleich einige Strenggeſinnte dagegen waren, eine günſtige Aufnahme bei der Monarchin, welche bemerkte, daß ſolche Spiele harmlos den Geiſt vieler Menſchen beſchäftigten, die in Ermangelung ähnlicher Zeitvertreibe vielleicht auf ſchlim⸗ mere Dinge verfallen würden, und daß ihre Hirten, ob⸗ gleich ſie wegen ihrer Gottſeligkeit und Gelehrſamkeit zu loben wären, dennoch ſich allzu ſtrenge gegen dieſe Ver⸗ gnügungen ihrer Heerden äußerten.— Und ſo ward denn das Volksfeſt erlaubt.


