Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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„Ey,“ ſagte Hunsdon,„da wird mir eure Geſell⸗ ſchaft lieb ſeyn, Mylord!“

So ward der Graf genöthigt, mit dem alten Lord nach dem Trophäenplatze zurück zu gehen, wo Hunsdon von der Leibwache, welche unter ſeinem unmittelbaren Befehle ſtand, der Bericht von der erfolgloſen Nachfor⸗ ſchung derſelben erfuhr, und ihnen ein halbes Dutzend Scheltworte, als: faule Burſche, Taugenichtſe u. ſ. w. für ihre Mühe ſpendete. Auch Leiceſter hielt es für nöthig, ſich darüber zornig zu ſtellen, daß man die Störer nicht entdeckt habe; äußerte aber endlich gegen Hunsdon die Vermuthung, daß es doch wohl nur einige junge Leute geweſen ſeyn könnten, welche vielleicht etwas zu tief in die Flaſche geguckt hätten, und die ſchon durch die Angſt, welche die Nachſuchung bei ihnen erregt haben müſſe, hinlänglich beſtraft wären. Hunsdon, welcher ſelbſt ſei⸗ nem Becher ergeben war, geſtand, daß eine volle Flaſche wohl ſolche Vergehen entſchuldigen könne.„Aber,“ fügte er hinzu,„wenn Ihr, Mylord! nicht weniger freigebig in eurer Haushaltung werdet, und den Ueberfluß von Wein und Ale nicht beſchränken wollt, werde ich doch noch einige ſolcher Burſchen in meinen Gewahrſam bekom⸗ men.— Und ſomit gute Nacht!“

Froh, von ihm los zu kommen, nahm Leiceſter von dem alten Krieger in dem Eingange Abſchied, wo ſie ſich begegneten, und trat in den geheimen Gang, wo er die Lampe erfaßte, die er dort zurückgelaſſen hatte, bei deren faſt verlöſchender Flamme es ihm gelang, ſein Zimmer zu

erreichen.