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„Moylord!“ entgegnete Treſſilian,„zu einer andern Zeit würde ich nach den Gründen dieſes ſeltſamen und wüthenden Ausfalles gegen mich gefragt haben; aber Ihr habt einen Schimpf auf mich geladen, den nur Blut abwaſchen kann; und ſtändet Ihr ſchon ſo hoch, als eure ſtolzeſten Wünſche Euch je trugen, Ihr müßtet mir Ge⸗
nugthuung für meine verwundete Ehre geben,“
So trennten ſie ſich; allein die Abentheuer dieſer Nacht waren für Leiceſter noch nicht geendet. Er war genöthigt, ſeinen Weg durch den Saintlowes⸗Thurm zu nehmen, um in den geheimen Gang zu gelangen, der zu ſeinen Zimmern führte, an deſſen Eingange er auf Lord Hunsdon ſtieß, welcher ihm, halb angekleidet, mit einem bloßen Schwerdt unter dem Arme entgegen trat.
„Seyd Ihr auch von dem Lerm erweckt, Mylord von Leiceſter?“ fragte der alte Krieger;„die Nächte, traun! ſind, wie die Tage, geraͤuſchvoll in eurem Schloſſe. Vor zwei Stunden ſchon ward ich durch das Geſchrei der armen geiſteskranken Lady aufgeweckt, die ihr Gatte mit Gewalt fortführte. Nur Rückſicht für Euch und die Kö⸗ nigin konnte mich zurück halten, ſonſt hätte ich mich ins Spiel gemiſcht, und eurem Varney eins über den Schä⸗ del verſetzt.— Und jetzt giebt's gar Schlägerei dort auf dem Trophäenplatze, oder, wie Ihr das Ding ſonſt nennt wo all' der Spielkram ſteht.“
Der erſte Theil der Rede des alten Mannes drang wie ein ſcharf ſchneidendes Meſſer durch des Grafen Herz; auf den letzten erwiederte er, daß auch er Schwerdtergeklirr
gehört habe, und herabgekommen ſey, um der Unver⸗ ſchämtheit derer, welche ſolche Frechheit in der Rähe der Königin begingen, Ruhe zu gebieten.
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