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wir ſie fänden; der Verluſt der Hand, glaube ich, ſteht
auf ſolches Vergehen;— eine harte Strafe, zum Teufel! die Hand zu verlieren, weil man ein Stückchen Stahl handhabte, was einem nur zu leicht in den Griff kommt!“
„Du biſt auch ſolch ein Raufbold,“ ſagte ein Drit⸗ ter,„aber ſey auf deiner Hut, denn das Geſetz ſpricht, wie du ſagſt.“
„Ja, wenn die That nicht milder ausgelegt wird,“ ſprach der Erſte;„denn Du weißt, der Palaſt gehört nicht der Königin, ſondern dem Lord von Leiceſter.“
„Darum würde das Urtheil gleich ſtrenge lauten,“ bemerkte ein Anderer;„denn wenn unſere gnädigſte Ge⸗ bieterin, Gott ſegne ſie, Königin iſt, ſo iſt auch der Graf von Leiceſter ſo gut als König.“ 1
„Stille, Camerad!“ ſagke der Dritte, weißt Du denn, wer uns vielleicht hier belauſcht?“
So ſprechend, ſchritten ſie vorbei, eine Art von ſorgloſer Nachſuchung anſtellend, mehr aber mit ihrer eigenen Unterhaltung beſchäftigt, als bemüht, die Störer der nächtlichen Ruhe zu entdecken. 2
Sie waren kaum an den beiden Gegnern vorüberge⸗ gangen, als der Graf von Leiceſter Treſſilian ein Zeichen gab, ihm zu folgen, ſich nach der entgegengeſetzten Rich⸗ tung wandte, und ſo ungeſehen aus dem Trophäenplatze gelangte. Er begleitete Treſſilian bis zum Mervyns⸗ Thurm, wo dieſem nun wieder ſeine Wohnung angewie⸗ ſen war, und verließ ihn dann, indem er ſagte:„Haſt Du Muth, das zu Ende zu bringen, worin wir jetzt eben geſtört wurden, ſo halte Dich morgen bei der Feſtlichkeit in meiner Nähe,— es wird ſich ſchon Zeit und Gelegen⸗ heit finden, und ich werde Dir ein Zeichen geben, wenn Beide erſchienen.“


