Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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folgte, der jeden andern Gedanken, als den an einen Zweikampf, verdrängen mußte. Treſſilians Schwerdt war auf der Stelle gezuckt, und obgleich vielleicht etwas weni⸗ ger geſchickt in Führung der Waffe, als der Graf von Lei⸗ ceſter, wußte er dieſe doch zu gut zu gebrauchen, als daß er jenem nicht mit Muth und Gewandtheit begegnet wäre, und zwar um ſo mehr, da er kälter, als ſein Gegner war, deſſen Betragen er nur einem plötzlichen Anfalle von Wahn⸗ ſinn, oder dem Einfluſſe irgend einer unerklärbaren Täu⸗ ſchung zuſchreiben konnte.

Das Gefecht hatte einige Minuten gewährt, ohne daß einer der beiden Kämpfer eine Wunde erhalten hatte, als plötzlich am Eingange der Terraſſe Stimmen von Men⸗ ſchen und Schritte von Herannahenden gehört wurden. „Man ſtört uns,“ rief Leiceſter ſeinem Gegner zu, „folgt mir!“

Zu gleicher Zeit hörte man eine Stimme vom Ein⸗ gange her:„Hatteſt recht, Camerad, man ſchlägt ſich hier!““

Der Graf zog Treſſilian ſchnell hinter einen Spring Brunnen, welcher ſie verbarg, während ſechs Mann von der königlichen Leibwache über die Mitte des Platzes ſchrit⸗ ten, von denen einer zu den Uebrigen ſprach:„Nie wer⸗ den wir ſie hier unter allen dieſen Sprützmaſchinen, Ka⸗ ſten und Löchern finden; treffen wir nicht auf ſie, bis wir an das Ende des Platzes gelangen, wollen wir zurückkeh⸗ ren, am Eingange Wache halten, und ſie bis morgen einſchließen.“

„Schöne Geſchichten,“ ſagte ein Zweiter,„ein Schwerdterziehen in der Nähe der Königin, und in ihrem Palaſte. Hol's der Henker! es müſſen ein Paar be⸗ trunkene Narren ſeyn!— leid ſollte es mir thun, wenn

Kenilworth. 5ter Bd. M