Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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daß ich mich zuvor über das rechtfertigen will, was Euch vielleicht gegen mich eingenommen hat. Ihr haltet mich für euren Feind.“

„Habe ich etwa nicht augenſcheinlichen Grund dazu?“ fragte Leiceſter, als er bemerkte, daß Treſſilian eine Antwort zu erwarten ſchien.

„Ihr thut mir Unrecht,“ entgegnete Treſſilian; nich bin ein Freund, aber kein Partheigänger des Grafen von Suſſex, den die Höflinge euren Nebenbuhler nen⸗ nen; auch iſt es ſchon lange her, ſeitdem ich aufhörte, den Hof und ſeine Intriguen als ein paſſendes Element für meinen Sinn zu halten.“

„Ohne Zweifel Sir,“ erwiederte Leiceſter,„giebt es andere Beſchäftigungen, welche eines gelehrten wür⸗ diger ſind,— und für einen ſolchen hält die Welt Herrn Treſſilian.— Die Liebe hat ihre Intriguen ſo gut, wie der Ehrgeiz!“

„Ich ſehe, Mylord,“ fuhr Treſſilian fort,„Ihr legt viel Gewicht auf meine frühere Liebe zu dem un⸗ glücklichen Geſchöpf, von dem ich zu reden im Begriff ſtehe, und denkt vielleicht, ich nehme mich ihrer Sache mehr als Nebenbuhler, als um der Gerechtigkeit wil⸗ len an.“

„Meine Gedanken thun hier nichts zur Sache,“ ſagte der Graf;„fahrt fort. Ihr habt bis jetzt nur von Euch ſelbſt geſprochen; ein wichtiger und würdiger Gegenſtand, ohne Zweifel, aber doch vielleicht nicht von ſo großem Intereſſe für mich, daß ich darum meine Ruhe aufopfern ſollte. Spart weitere Vorreden, Sir! und kommt zur Sache, falls Ihr wirklich etwas zu ſagen habt, was mich betrifft. Wenn Ihr geendet haben wer⸗ det, habe auch ich meinerſeits Euch etwas mitzutheilen.“