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in Acht genommen vor dem Käfig und dem Vogelſtel⸗ ler, Herr Adler! Habe ich doch ſchon manchen Vogel hoch in der Luft fliegen und doch nachher ausgeſtopft, oder aufgehängt geſehen.— Aber horch! welche Todten⸗ ſtille auf einmal!“
„Der Zug hält vor der Pforte an, wo eine Sobille der Königin wahrſagt,“ entgegnete Naleigh.„Ich habe die Verſe geleſen, weder Saft noch Kraft war darin, und die Königin iſt mit ſolchen poetiſchen Complimenten ſchon überſchüttet worden. Als ſie drunten bei Fort⸗ Mill, wo ſie die Gränzen von Warwick betrat, von ei⸗ nem Redner begrüßt wurde, flüſterte ſie mir eine ſatyri⸗ ſche Bemerkung ins Ohr.“
„Die Majeſtät flüſterte ihm ins Ohr!“ ſagte Blount gewiſſermaßen zu ſich ſelbſt;„großer Gott, was man nicht alles in der Welt erlebt!“
Seine Betrachtungen wurden durch ein Jubelgeſchrei der Menge unterbrochen, welches plötzlich, und ſo laut ausbrach, daß die Gegend meilenweit umher davon wie⸗ derhallte. Die Garden, in der Allee aufgeſtellt, durch welche jetzt die Königin kommen mußte, fingen den Ju⸗ belruf auf, der nun, wie ein Lauf⸗Feuer, die Reihen hinab, bis zum Schloſſe ertönte, jauchzend verkündend, daß die Monarchin ſo eben in den königlichen Park von Kenilworth eingezogen ſey. Alle Muſikchöre im Schloſſe ſtimmten auf einmal an, und eine Artilleriefalve, mit kleinem Gewehrfeuer gemiſcht, donnerte von den Zin⸗ nen, wurde aber von dem immer mehr und mehr ſteigen⸗ den Jubelrufe der Menge faſt übertönt..
Als der Tumult etwas nachzulaſſen begann, ward ein Lichtſchimmer von der Pforte am Eingange her ſicht⸗ bar, welcher immer breiter und breiter ward, ſo wie 3 Kenilworth. 3ter Bd. D


