Jubeln, Schreien und gegenſeitigem Genecke, wie ſol⸗ ches bei dergleichen Gelegenheiten ſtatt findet. Laut wogte es ſo über Feld und Flur, vor allem aber vor der bei dem Eingange der breiten Allee befindlichen Pforte, wo ſich das Volk am meiſten zuſammengedrängt hatte, bis plötzlich eine einzelne, in die blaue Sommerluft hin⸗
auf geſandte Rakete alle Blicke aufwärts zog, und der
Schall der großen Schloßglocke fernhin über die Ge⸗ gend ertönte.
Auf einen Augenblick trat jetzt eine Todtenſtille ein, der aber ſchnell das Erwartungsgemurmel von vie⸗ len Tauſenden folgte.
„Jetzt kommen ſie gewiß,“ ſagte Raleigh zu Treſ⸗ ſtlian,„das leiſe Geflüſter des Volks verbürgt es uns. Selbſt hier hören wir's fernher rauſchen, gleich wie der Seemann auf der Nachtwache, nach langer Reiſe, die Welle ſich brechen hört am erſehnten Ufer.“
„Oder wie mein Pächter das Rindvieh in der Ferne brüllen hört, wenn es von der Weids kommt,“ ſagte Blount.
„Gleich wird er zu graſen anfangen,“ flüſterte Raleigh Treſſilian zu;„ſeine Seele iſt ewig nur mit fetten Ochſen und fruchtbaren Wieſen beſchäftigt.— Aber auch Du, Treſſilian, haſt das Weſen einer Eule angenommen, und ganz deinen Frohfinn abgelegt.“
„Und welchem Thiere gleichſt denn Du ſelbſt, Du bilderreicher Raleigh?“ fragte Treſſilian.
„Wer, ich?“ entgegnete Raleigh;„ich bin ein Adler, der nimmer der Erde gedenkt, ſo lange es noch einen Himmel giebt, ſich hihau zu ſchwin agen, und eine Sonne, hinein zu blicken.“ 1
„Sühin geprahlt,“ ſagte Blount;„ aber ſich nur 1
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