Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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ſehr einfachen Reitanzuge eine traurige Figur unter den

ihn umgebenden glänzenden Geſtalten ſpiele, zumal, da

er bemerkte, daß ſelbſt ſeine Freunde ihn mit verwun⸗

derungsvollen, Leiceſters Anhänger aber mit verächtlichen licken betrachteten.

Wir konnten dieſe Thatſache nicht unterdrücken, ob⸗ gleich ſie mit Treſſilians ernſtem Charakter einigermaßen in Widerſpruch zu ſtehen ſcheint; die Wahrheit aber iſt, daß die Ruͤckſicht auf unſere äußere Perſönlichkeit eine Eigenliebe iſt, von der ſelbſt die Weiſeſten nicht frei ſind, und zu der ſich der Geiſt ſo inſtinctmäßig neigt, daß nicht nur der Soldat, welcher dem unvermeidbaren Tode entgegen zieht, ſondern ſelbſt der Miſſethäter, der zum Schaffot geführt wird, noch mit ängſtlicher Sorge ſeinen äußern Menſchen zu ſchmücken bemüht iſt.— Jetzt aber, nach dieſer Abſchweifung, wieder zu unſerer Geſchichte. 3

Es war in der, einer Sommernacht vorangehenden Dämmerung, am gten July 1575, die Sonne war ſchon untergegangen, als alles voll geſpannter Erwartung der Ankunft der Königin entgegen ſah. Das Volk hatte ſich ſchon ſeit Stunden verſammelt, und die Menge ver⸗ mehrte ſich faſt mit jedem Augenblicke. Verſchwenderi⸗ ſche Vorräthe von gebratenem Ochſenfleiſch, und Ale in ungeheuren Quantitäten, überall auf dem Wege aufge⸗ ſtellt, und ausgetheilt, hatten dazu beigetragen, bei dem gemeinen Manne die Liebe für die Königin und ihren Günſtling lebendig zu erhalten, welche, aller Wahr⸗ ſcheinlichkeit nach, von ihrer Heftigkeit verloren haben würde, wäre Faſten mit dem Warten verbunden gewe⸗ ſen. Von der großmüthigen Spende aber in fröhlicher

Stimmung erhalten, vertrieb man ſich jetzt die Zeit mit