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betheuert hatte, daß augenblicklicher Tod ſein Loos ſeyn würde, falls er ihn je wieder innerhalb der Mauer erblik⸗ ken ſollte, hob er ſeine Hände und Augen zum Himmel empor, als wolle er Gott zum Zeugen rufen, daß er alles gethan, was in ſeinen Kräften ſtand, um der Unter⸗ drückten beizuſtehen, und wandte dann Kenilworths ſtolzen Thäürmen den Rücken, um einen ſicherern Zufluchtsort zu ſuchen.
Lawrence und Lambourne blickten Wayland einen Augenblick nach, dann wandten ſie ſich, um nach dem Thurme zurück zu kehren, während der Erſtere zu ſeinem Begleiter ſagte:„Hol mich der Teufel, Lambourne, wenn ich begreifen kann, warum du den armen Kerl zum Schloſſe hinaus getrieben haſt, grade jetzt, wo er bei den Vorſtel⸗ lungen eine Rolle hat,— und das alles eines Weibes wegen.“
„Dolch und Schwerdt! ich glaube Du biſt weichherzig,“
entgegnete Lambourne;“ ſchäme Dich, du Fürſt vom Hunde⸗
loche, du Lord von der Unterwelt; aber dunkel iſt dir noch die Geſchichte, dunkel wie deine Beſitzungen drunten im Bauche der Erde. Sperr' alſo deine Ohren auf, du Be⸗ herrſcher der Niederlande zu Kenilworth, und vernimm: unſer ehrenfeſter Herr Varney wird uns für dieß Loch in das Sittenkleid des Herrn Treſſtlian Goldſtücke zahlen, hinreichend genug, funfzig Nächte durch zu ſaufen, mit der Erlaubniß, den Haushofmeiſter zum Teufel zu jagen, wenn es ihm etwa einfallen ſollte, uns zu früh von den Bechern treiben zu wollen.“
„Wenn dem ſo iſt, haſt du Recht,“ ſagte Lawrence, Oberwächter oder vielmehr erſter Kerkermeiſter zu Kenil⸗ worth.„Aber wie wollt Ihr es machen, wenn die Königin
einzieht? ich denke, Ihr müßt dort bei Eurem Herren ſeyn.“


