Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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„Sie iſt jetzt hier in dieſem Schloſſe,“ ſagte Treſ⸗ ſilian,„ich weiß es, und habe ſie geſehen.— War es ihr eigener Wille, Zuflucht auf meinem Zimmer zu ſu⸗ chen?“ 4

„Nein, Herr!“ erwiederte Wayland;„ich wußte ſie ſonſt nirgend ſicher unterzubringen, und ſchätzte mich glücklich, als mich der Zimmer⸗Aufſeher für Geld und gute Worte nach Eurem Gemach wies;— eine herr⸗ liche Lage, in der That; an der einen Seite die Küche, an der andern die Halle.“.453

„Ruhig,“ entgegnete Treſſilian,„jetzt iſt keine Zeit zum Spaßen.“. d* 28c 1

„Ach, ich weiß es nur zu gut,“ fagte Wayland, „war's mir ſeit den letzten drei Tagen doch, als hätte ich einen Strick um den Hals. Die Lady weiß ſelbſt nicht, was ſie will,— will Eure Hülfe nicht— will Euch nicht genannt ſeyn, ſondern ſich unter Mylord von Leiceſters Schutz begeben. Nie hätte ich ſie in Euer Ge⸗ mach gebracht, hätte ſie den Namen des Eigenthümers gewußt.”“ 4

„Iſt es möglich?“ fragte Treſſilian!„ſie hofft

vielleicht, Mylord würde ſeinen Einfluß zu ihren Gun⸗ ſten auf ſeinen verächtlichen Diener geltend machen.“

„Davon weiß ich nichts,“ antwortete Wayland,—

„aber ich glaube, wenn ſie ſich mit Leiceſter oder Var⸗ ney wieder ausſöhnt, wird die Außenſeite des Schloſſes Kenilworth wohl für uns die ſicherſte ſeyn. Nicht ei⸗ nen Augenblick werde ich hier länger verweilen, ſo bald ich den Brief der Lady an Leiceſter übergeben haben werde; nur auf Eure Erlaubniß wartet er, langen. Seht, hier iſt Henker,

um an ihn zu ge⸗ er— aber nein— hob's der ich muß ihn in meinem Hundeloche haben lie⸗