Lambourne trat bei Seite, doch nicht ohne Treſ⸗ ſilians Worte murmelnd zu wiederholen;„Ihr habt Euren Lohn!— macht Platz!“— Hm, Hm! aber thut nichts, ich bin, wie geſagt, kein Spielverderber.*n
So wie Treſſilian, deſſen Uebergewicht er fühlte, ſich entfernte, begann er indeß immer lauter und lauter zu ſprechen:„nein, nein! ich bin kein Spielverderber, — aber ich mag auch kein bloßer Zuſchauer ſeyn,— ich will meinen Theil von dem hübſchen Biſſen, den Ihr da droben in das alte Geiſterloch einquartirt habt, aus Furcht vor Geſpenſtern vielleicht, um nicht allein zu ſchlafen. Hätte ich dergleichen gethan, würde es gehei⸗ ßen haben: haut dem Burſchen die Jacke voll,— und, hinaus mit ihm vor die Thür!— Aber die tugendhaft ten Herren Cavaliere haben Vorrechte vor uns anderen armen Teufeln, die wir doch auch Fleiſch und Blut haben. Nun, gleichviel!— Treſſilian habe ich ſeit die⸗ ſer unglücklichen Entdeckung in der Taſche, das iſt ein
Punkt; Uind de ich ſeine Duleinea ſehen muß, iſt ein anderer.“—
4.
Treſſilian begab ſich in den äußern Schloßhof, mit ſich uneins, was er eigentlich von ſeiner ſeltſamen und un⸗ erwarteten Zuſammenkunft mit Emmy Robſart denken ſolle, und ungewiß, ob er, als Repräſentant ihres un⸗ glücklichen Vaters, auch recht gethan habe, ſein Ehren⸗ wort zu geben, ſie während ſo vieler Stunden ſich ſelbſt zu überlaſſen. Wie hätte er ihr aber dieſe Bitte abſchla⸗ gen können,— da ſie ſich aller Wahrſcheinlichkeit nach


