Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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chael Lambourne begegnete, der ihn mit einer unverſchäm⸗ ten Familiarität angaffte, für welche Treſſilian ſich ge⸗ neigt fühlte, ihn die Treppe hinab zu werfen, bis es ihm einfiel, daß eine ſolche Gewaltthat jetzt, und an dieſem Orte, dem Gegenſtand ſeiner Sorge und ſei⸗ nes Kummers Nachtheil bringen könne.

Er begnügte ſich daher, gleichgültig auf ihn zu blicken, wie auf jemand, den er ſeiner Aufmerkſamkeit unwerth hielt, und verſuchte auf der Treppe an ihm vorüber zu ſchreiten, ohne durch irgend etwas zu verra⸗ then, daß er ihn erkannt habe. Lambourne indeß, wel⸗ cher von dem Ueberfluſſe des heutigen Tages reichlich zu ſich genommen hatte, obgleich er nicht gradezu betrun⸗ ken war, war nicht in der Laune, ſich irgend Jemandes Blicken zu entziehen. Er hielt daher Treſſilian auf der Treppe an, ohne auch nur im geringſten Schaam oder Verlegenheit zu zeigen, und ſagte im vertraulichen Tone eines alten Bekannten:Ey, ſieh' da, Herr Treſ⸗ ſilian! nun, ich hoffe, Ihr hegt keinen Groll mehr, der alten Geſchichte wegen ich meinerſeits erinnere mich früherer Freundſchaft lieber, als ſpäterer Fehde. Kommt, ich will Euch überzeugen, daß ich es ehrlich und gut mit Euch meine, und freundlich dazu.

Ich verlange keine Gemeinſchaft mit Euch, ent⸗ gegnete Treſſilian, haltet Euch zu Eures Gleichen.

Ey, wie ſtolz! rief Lambourne, wie doch der Herr vom Stande, vermuthlich weil er glaubt, er ſey aus Porzellanerde gebacken, ſo vornehm auf den armen Michael Lambourne herabſchauet! Sollte man Euch doch, wenn man Euch ſo betrachtet, für den ſittlichſten, or⸗ dentlichſten Cavalier von ganz Alt⸗England, für einen Herrn halten, der die Liebe höchſtens im Geſellſchafts⸗