Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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ſchaft zu ſchätzen und zu belohnen weiß, möglich, daß ſie dann ſchon ſelbſt glücklich iſt, und im Stande, auch Euch glücklich zu machen; ſeht, das Alles iſt doch wohl einer ſo kurzen Geduld werth!

Treſſilian ſchwieg, und erwog in ſeiner Seele die verſchiedenen Möglichkeiten, durch welche eine gewalt⸗ ſame Einmiſchung ſeinerſeits in dieſe Sache ſowohl dem Rufe als dem Glück ſeiner frühern Geliebten Nachtheil bringen könnte; und berechnend, daß ſie ſich ja in den Mauern von Kenilworth befaͤnde, wo ihr, als in einem von der Gegenwart der Königin beehrten und von ih⸗ ren Garden und ihrem Gefolge bewachten und angefüll⸗ ten Orte, eben kein Leid begegnen könne, begriff er, daß es ihr im Ganzen mehr Schaden als Nutzen brin⸗ gen würde, wenn er, wider ihren Willen, Eliſabeth's Schutz fär ſie in Anſpruch nähme. Er ſprach indeß die⸗ ſen Entſchluß nur mit Vorſicht aus, weil er natürlicher⸗ weiſe noch immer in Zweifel war, ob nicht Emmy's Hoffnung auf eine glückliche Umwandelung ihrer Lage, auf ihre blinde Anhänglichkeit an Varney gegründet ſey, den er für ihren Verführer hielt.

Emmy, ſprach er, indem er ſeine ernſten, aus⸗ drucksvollen Augen auf die ihrigen richtete, mit denen ſie jetzt voll Zweifel, Angſt und Furcht zu ihm hinauf⸗ ſchaute,oft bemerkte ich, wenn Andere dich wild und ausgelaſſen nannten, daß unter dem dünnen Schleier von Leichtſinn und Thorheit tieferes Gefühl und Verſtand verborgen lag; dem will ich vertrauen, und während der nächſten vier und zwanzig Stunden weder durch Wort noch That in dein Schickſal greifen.

Verſprichſt Du mir das Treſſilian? fragte die Gräfin;iſt es möglich, daß Du noch jetzt ein ſolches