Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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rige Erinnerung an ihre verlaſſene Lage aber erſtieg plötz⸗ lich in ihrer Seele; fie ſtand vor der Schwelle ſtill, und rief mit einem Tone voll unbeſchreiblicher Wehmuth: aber, allmächtiger Gott! wohin?

Deutlich ſehe ich es, rief Treſſilian, indem er ihr zu Hülfe eilte, und ſie wieder nach ihrem Sitze zurückführte, auf den ſie niederſankIhr bedürft der Hülfe, Ihr bedürft des Schutzes, obgleich Ihr es nicht eingeſtehen wollt. Aber beides ſoll Euch werden. Gelehnt auf meinen Arm, von mir geführt, der ich als Repräſentant Eures trefflichen, tiefgebeuten Vaters erſcheine, ſollt Ihr an der Schwelle dieſes Schloſſes vor Eliſabeth treten, damit ihr erſtes Geſchäft in dieſen Hallen eine Handlung der Gerechtig⸗ keit gegen ihr Geſchlecht und gegen ihre Unterthanen ſey. Stark durch meine gerechte Sache, und durch das Vertrauen auf die Königin, ſoll mich die Macht ihres Günſtlings nicht ſchrecken. Ich eile, Suſſer aufzufuchen.

Ums Himmels Willen, thut das nicht! rief die Gräfin von Schrecken erfüllt, die Nothwendigkeit begrei⸗ fend, wenigſtens Zeit zur Ueberlegung zu gewinnen. Ihr habt Euch immer großmüthig bewieſen, Treſſilian, gewährt mir eine Bitte; glaubt mir, wenn es Euer Wunſch iſt, mich vor Wahnſinn und Elend zu ſchützen, das Verſprechen, meinen Wunſch zu erfüllen, wird mir nützlicher ſeyn, als alles, was Elifabeth mit ihrer Macht zu thun im Stande wäre.

Sprecht jeden Wunſch aus, der ſich auf Vernunft gründet, ſagte Treſſilian,aber fordert nicht von mir G

Keine Bedingung, theurer Edmund! unterbrach ihn die Gräfin,einſt wünſchtet Ihr ſo von mir genannt zu werden, macht nicht Vernunft zur Be⸗