Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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zweifelhaft, ob nicht eine Erſcheinung aus der Geiſter⸗ welt vor ihm aufgeſtiegen wäre. Bald aber ward ihm die Ueberzeugung, daß es Emmy ſelbſt ſey, zwar bleicher und abgezehrter, als einſt in den Tagen ſorgenloſen Glücks, wo ſie das raſche Weſen einer Waldnymphe mit der Schönheit einer Sylphe verband; aber dennoch im⸗ mer noch Emmy, unerreicht an Liebenswürdigkeit von Allem, was je ſein Auge ſah.

Das Erſtaunen der Gräfin glich dem Treſſilians, doch war es von kürzerer Dauer, weil ſie von Wayland erfahren hatte, daß er im Schloſſe gegenwärtig ſey. Sie war bei ſeinem Eintritte aufgeſprungen, ſchauete auf ihn, und hohe Röthe trat an die Stelle der Todtenbläſſe auf ihren Wangen.Wie kommt Ihr hieher, Treſſilian? fragte ſie endlich.

Laßt mich dieſe Frage an euch thun, unterbrach ſie dieſer,um Gottes willen, Emmy, ſprecht, wie kamt Ihr hieher? Wollt Ihr endlich jene Hülfe anneh⸗ men, welche, ſo weit das Herz und der Arm eines Man⸗ nes zu reichen vermögen, Euch augenblicklich geleiſiet wer⸗ den ſoll?

Sie ſchwieg einen Augenblick, und ſprach dann mehr mit kummervollem als zornigem Tone:Ich begehre keine Hülfe, Treſſilian, jede, welche mir Eure Freundlichkeit darbieten könnte, würde mir mehr Nach⸗ theil, als Nutzen bringen. Glaubt mir, ich bin in der Nähe eines Mannes, dem Liebe und Pflicht gebieten, mich zu beſchützen.

So hat alſo, fragte Treſſilian,ber Böſewicht Euch wenigſtens die armſelige Genugthuung gegeben, die

er zu bieten im Stande warz und vor mir ſehe ich Var⸗ neys Gattin.