Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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verlaſſen, um die beiden Grafen auf ihrem Ritte nach Warwick zu begleiten; andere, welche noch zugegen wa⸗ ren, hatten die Zinnen, Thürme und Mauern erſtiegen, um von da aus den Einzug der Königin um ſo beſſer mit anſchauen zu können. Der Garten war daher, wäh⸗ rend im Schloſſe überall jubelnde Menſchenſtimmen er⸗ tönten, einſam und ſlille, und nur das Geſäuſel in den Blättern, das Gezwitſcher der Bewohner eines großen Vogelhauſes, oder das ihrer glücklichern, frei ſich in der Luft bewegenden Brüder, unterbrachen das tiefe Schwei⸗ gen, im Verein mit dem Geräuſch der Waſſerſäulen, welche aus fantaſtiſch grotesken Figuren, durch die Kunſt hoch hinauf in die Luft getrieben, plätſchernd wieder in ungeheure, aus italieniſchem Marmor kunſtvoll geformte Waſſerbehälter zurück ſanken. rAhin Treſſilians melancholiſche Gedanſen liehen aller Pracht, welche ihn umgab, ein finſteres feierliches Weſen; er ſtellte Vergleiche an zwiſchen den Herrlichkeiten, in deren Mitte er ſich befand, und der waldungsreichen Ge⸗ gend um Lincote Hall, und auf jeder Landſchaft, welche ſich vor ſeiner Erinnerung entfaltete, zeigte ſich ihm, wie ein Geiſt aus beſſerer Zeit, Emmy Robſarts Bild, und ſeine Augen füllten ſich mit Thränen. Nichts iſt vielleicht gefährlicher für Menſchen, welche gern tief nach⸗ denken und zurückgezogen leben, als einer frühern un⸗ glücklichen Liebe nachzuhängen. Eine ſolche prägt ſich nich ſelten ſo tief in ihre Seele ein, daß ſie in der Nacht ein Gegenſtand ihrer Träume, und zu einer Vi⸗ ſion für ſie bei hellem Tage wird, trübt jede Quelle ihrer Unterhaltung und Freuden, und wenn dieß Bild endlich von der Hand getäuſchter Hoffnung gebleicht wird, ver⸗ trocknen auch alle Quellen ihres Lebens mit ihm. Dieſe B**