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führte, wo zubereitete Nahrungsmittel aller Art mit frei⸗ gebiger Hand jedem dargereicht wurden, der davon ver⸗ langte. Wayland verſah ſich eilig mit einigen leichten Speiſen, wie er glaubte, daß ſolche dem ſchwachen Ap⸗ petit ſeiner Reiſegefährtin zuſagen dürften, und verſäumte dabei die Gelegenheit nicht, für ſeine eigene Perſon eine kurze aber kräftige Mahlzeit aus einigen Schüſſeln von derberem Inhalte zu thun; dann kehrte er in das Zim⸗ mer der Gräfin zurück, welche ſo eben ihren Brief an Leiceſter geendet, und ihn, in Ermangelung eines Sie⸗ gels und einer ſeidenen Schnur, mit einem Liebesknoten von einer Flechte ihres eigenen, ſchönen Haares geſchlun⸗ gen, verſchloſſen hatte.
„Treuer Freund,“ ſprach ſie,„du, den mir Gott in meiner größten Noth ſandte, ich beſchwöre dich,— es iſt die letzte Mühe, welche ich dir verurſachen will,
dieſes Schreiben dem Grafen von Leiceſter einzuhändi⸗
gen. Möge es aufgenommen werden, wie es immer wolle,“ fuhr ſie fort, mit Zügen, aus denen Furcht und Hoffnung ſprach,„dir, du ehrlicher Mann! will ich nicht länger zur Laſt fallen. Aber ich hoffe das Beſte, und kehren je beſſere Tage für mich zurück, ſoll dir rei⸗ cher Lohn für deine treuen Dienſte werden.— Ueber⸗ gieb dieſen Brief, ich bitte dich, in Leiceſters eigene Hand, hörſt du! und gieb auf ſeine Mienen Acht, wenn er ihn lieſit.“—
Wayland übernahm ſeinerſeits willig den Auftrag, bat aber die Lady dagegen dringend, doch jetzt auch einige Nahrung zu ſich zu nehmen, einen Wunſch, den ſie auch zuletzt erfüllte, mehr um ihn deſto ſchneller ſein Geſchäft beginnen zu ſehen, als aus wirklichem Verlangen etwas zu genießen. Darauf verließ er ſie, nachdem er ſie zu⸗


