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man vermittelſt einer ſchmalen Wendeltreppe gelangte, befand ſich ein kleines Gemach, welches man bei der Menge von Fremden ebenfalls zur Aufnahme von Gäſten in Bereitſchaft geſetzt hatte, obgleich es, wie man all⸗ gemein behauptete, einſt das Gefängniß eines Unglückli⸗ chen geweſen war, welcher dort gemordet ſeyn ſollte. Die Sage nannte dieſen Gefangenen Mervyn, und legte auch dem Thurme dieſen Namen bei. Daß derſelbe frü⸗ her als Gefängniß gedient hatte, war nicht unwahr⸗ ſcheinlich; denn die Gemächer waren gewölbt, die Mau⸗ ern von ungeheurer Dicke, und das Zimmer nahm kaum einen Flächenraum von Funfzehn Fuß in Viereck ein. Das Fenſter hatte indeß, obgleich es nur klein war, eine herrliche Ausſicht auf einen mit Trophäen, Triumph⸗ bogen, Fontainen und andern architektoniſchen Kunſtwer⸗ ken angefüllten Platz, welcher aus dem Schloſſe ſelbſt in den Garten führte.— In dem Gemache war ein Bette und anderes Geräth, zur Aufnahme eines Gaſtes vorhanden, Gegenſtände, denen die Gräſin aber nur we⸗ nig Aufmerkſamkeit ſchenkte, weil die ihrige ſich ſogleich ausſchließlich mir den auf dem Tiſche befindlichen Schreib⸗ Materialien beſchäftigte, Dinge, welche man zu jener Zeit nur ſelten in den Schlafzimmern antraf. Der Gedanke, auf der Stelle an ihren Gemahl zu ſchreiben, und hier bis zum Empfang ſeiner Antwort verborgen zu bleiben, erſtieg plötlic in ihrer Seele. 3
Ihr Führer, dem Beweiſe von Waylands Großmuth geworden waren, fragte dieſen jetzt mit Höflichkeit, ob noch ſonſt etwas zu ſeinen Dienſten ſtände; und kaum hatte ihm Wayland zu verſtehen gegeben, daß einige Erfriſchungen nicht unwillkommen ſeyn würden, als er ihn auch unverzüglich in eine Art von Speiſegewölbe


