Teil eines Werkes 
3. Band (1823)
Entstehung
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als wolle er fragen, was ſie jetzt zu beginnen gedenke, da ſie wohlbehalten den Ort ihrer Zuflucht erreicht habe. Als ſie ſtumm blieb, fragte Wayland ſie, nach einem Augenblicke vergeblichen Harrens, gradezu nach ihren Befehlen. Sie legte ihre Hand an die Stirn, als ſey ſie bemüht, ihre Gedanken zu ſammeln, während ſie mit dem leiſen kaum verſtändlichen Tone eines Träumenden ſagte:Befehle? wohl hätte ich das Recht, hier ſolche zu geben, aber wer wird ihnen gehorchen?

Dann hob ſie plötzlich ihr Haupt, wie jemand, der

einen beſtimmten Entſchluß gefaßt hat, und rief einem

prächtig gekleideten, mit wichtiger Geſchäftigkeit über den Hof eilenden Diener zu:Halt da, guter Freund! ich wünſche mit dem Grafen von Leiceſter zu ſprechen.

Mit wem? fragte der über dieſe Frage erſtaunte Diener, und fuhr dann, als er den armſeligen Aufzug der Fremden, die ihn auf ſo befehlende Weiſe anredete, mit verächtlichen Blicken gemeſſen hatte, mit inſolentem Tone fort:welch ein Collhaus⸗Stückchen, Mylord am heutigen Tage ſprechen zu wollen!

Seyd nicht unverſchämt, ſagte die Gräfin, mein Geſchäft bei dem Grafen iſt von äußerſter Wich⸗ tigkeit.

Ihr müßt es durch einen Andern beſorgen laſſen, und wäre es dreimal ſo wichtig, ſagte der Kerl. Wollt' ich jetzt Mylord rufen, Eure Geſchäfte zu ver⸗ richten, er würde es mir mit der Reitpeitſche danken.

Wundere ich mich doch, daß unſer Thorwärter ſolche

Waare nicht mit ſeiner Kolbe gemeſſen hat, ſtatt ſie

einzulaſſen; aber ſeine Rede hat ihm das Gehirn verrückt.

Zwei oder drei andere Männer kamen jetzt näher,

von dem lauten Geſpött des Dieners herbei gezogen,

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