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Wayland ſeinen Gaul an, und blickte auf die Gräfin,
5 halten hatte:— Die ganze Brücke vom Eingangsthurme bis zu einem andern, Mortimersthurm genannt, jenſeit des Sees, hundert dreißig Yards lang, und zehn breit, war zu einem vollkommenen Turnierplatze eingerichtet, mit dem feinſten Sande beſtreut, und an beiden Seiten durch ſtarke, hohe Palliſaden beſchützt. Die ſchöne und breite Gallerie, beſtimmt, den Damen Raum zu geben, welche den Kampfſpielen jener ritterlichen Zeit beiwohn⸗ ten, war an der nördlichen Seite des äußern Thurms errichtet worden, und hatte dieſem den Namen Gallerie⸗ thurm gegeben.— Unſere Reiſenden ritten langſam über die Brücke, und erreichten den Mortimersthurm, welcher zu dem äußern Schloßhofe führte. An dem Mortimersthurme prangte das Wappen jenes ſtolzen Grafen gleiches Namens, deſſen Ehrgeiz Eduard des Zweiten Thron umſtürzte. Die Pforte, welche ſich an dieſem Denkmahl der Schande befand, ward von vielen Dienern in reicher Livree bewacht, die ſich indeß dem Einlaß der Gräſin und ihres Begleiters nicht widerſetz⸗ ten, welche von ihnen, da ſie der Hauptthoxwächter am
Galleriethurm hatte paſſiren laſſen, als weiter keiner
Unterſuchung nöthig erachtet werden mochten. Sie rit⸗ ten demnach ſchweigend in den großen Schloßhof hinein, und hatten nun auf einmal die ungeheure Gebäudemaſſe vor ſich, mit weit geöffneten Thoren, als ein Zeichen unbegränzter Gaſtfreiheit, und mit von edlen Gäſten aller Art angefüllten Gemächern, ſo wie von Hunderten von Dienern, Künſtlern und Menſchen aller Gartungen, welche herbeigeſtrömt waren, zur allgemeinen Freude bei⸗ zutragen, durch⸗ und umwimmelt.
Vor dieſer geſchäftigen, lärmenden Scene hielt


