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deutlich die Worte:„Gute Nacht, Franz Ranzau, ſchlaft recht ſanft darauf!“ Das war Chriſtian des Vierten kräftige Stimme, welche man durch das ganze Schloß vernehmen konnte, er lag, wie
es ſchien, im Fenſter. Ohne mich lange zu be⸗
denken, flog ich die Stiege hinab und langte unten grade in dem Augenblicke an, in welchem Ranzau vor der Thür von der Prinzeſſin Abſchied nahm. Ich näherte mich ſchüchtern.„Was willſt Du, mein Kind?“ fragte er in einem gutmü⸗ thigen Tone; ich konnte vor Thränen kein Wort hervorbringen,—„ach, ich weiß ſchon, ſie iſt um ihren Herzgeliebten bekümmert,“ nahm er, zur Prinzeſſinn Anna Catharina gewandt, das Wort.„Ich wollte Euch erſuchen, gnädiger Herr, ihm einen Arzt zu ſenden,“ ſtammelte ich end⸗ lich heraus,„er iſt ſehr krank!“—„Iſt dem wirklich ſo?²“ fragte Ranzau, indem er ſeinen klaren durchdringenden Blick auf mich richtete.
„Gewiß, gewiß, gnädiger Herr!“ betheuerte ich. „Ich habe das nicht geglaubt,“ fuhr Ranzau
fort, es kam mir vor, als grübele er über etwas, das auf ſeinem Herzen laſte,„aber ſei ruhig, mein Kind,“ fügte er hinzu, indem er mir theil⸗


