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nehmend die Wange ſtrich, um Deinetwillen will ich noch heute einen Arzt zu ihm ſenden; auch
weiß ich ſonſt noch ein Heilmittel, welches, wie ich hoffe, bei ihm beſſer anſchlagen wird, als alles, was Meiſter Samuel Meyer zuzubereiten vermag.“—„Was iſt das für ein Mittel? fragte die Prinzeſſin, welche ihm, während er
ſprach, die blonden Locken von der Stirn ſtrich.
„Ich erhielt,“ erwiederte Ranzau,„geſtern ein Schreiben von meinen Gütern, worin man mir anzeigt, daß dort ſo eben eine Forſtbedienung er⸗ ledigt worden, welche faſt eben ſo einträglich iſt, als die, um welche ſich Joſeph früher bewarb, die habe ich ihm zugedacht; ich hätte ihm dieſen meinen Entſchluß ſchon mitgetheilt, aber ich wollte damit warten, bis er etwas fügſamer ge⸗
worden; damit indeß ſeine Braut ruhig ſchlafen
kann, ſoll er es noch dieſen Abend erfahren.“ Ich erfaßte ſeine Hand um ſie zu küſſen,
er aber entzog ſie mir, klopfte mir ſanft auf
die Schulter, und ſagte:„ſey nur ruhig, mein Kind, ich will für Joſeph ſorgen, ſo als ob er
mein Bruder wäre.“„Und unſere Hochzeit,
meine gute Dorothea,“ fügte die Prinzeſſinn


