— 244— und weinte wie ein Wahnſinniger, der Schaum ſtand ihm vor dem Munde, und ich dachte in meiner Herzensangſt, er müſſe mit jedem Au⸗ genblick entſeelt zu meinen Füßen niederſtürzen; ach, ich ahnete nicht, wie glücklich wir beide ge⸗ weſen wären, wäre dies geſchehen. Ich rang verzweiflungsvoll die Hände, Thränen entſtröm⸗ ten meinen Augen; er ſah und hörte mich kaum; als er nun aber berichtete, daß er wuthentbrannt die Stiege wieder hinangeflogen ſey, um an ſei⸗
nem Gebieter perſönliche Rache zu nehmen, wie
die Bedienten ſich aber ſeiner bemächtigt und
ihn auf ſeine Kammer geſchleppt hätten, da fügte
er mit einem furchtbaren Fluche hinzu, daß er die Fügſamkeit verwünſche, welche ihn bewoger habe, dem Gebote ſeines Herrn Folge zu leiſter, und nach ſeiner Ankunft in dieſem Lande ein Stilet abzulegen, welches er nach der Sitt’ ſei⸗
ner Landsleute bis zu jener Zeit ſtets bei ſch ge⸗
tragen hatte.„Hätte ich den treuen Freund zur Hand gehabt,“ rief er mit flanmnden Au⸗ gen,„da hätte ich den Herrn Ranzeu ſchon zur
Ruhe gebracht, bevor er ſich an mch hätte ver⸗
greifen können.“— Bei dieſer fürchterlichen


