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Das Ideal
Entstehung
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liener, lernte hier Ranzau kennen und deſſen Milde und Herablaſſung gewannen ihm bald ſein ganzes Herz. Der Erſtere erbot ſich dem⸗ nach aus freien Stücken, als Kammerdiener dem Ranzau nach Dänemark zu folgen, falls jener ihm verſprechen wolle, ihm, wenn er ſpäterhin aus ſeinen Dienſten zu treten wünſchen ſollte, eine anderweitige Anſtellung zu verſchaffen. Der hübſche, lebhafte Joſeph gefiel dem Herrn Ran⸗ zau, und die erwähnte übereinkunft ward abge⸗ ſchloſſen. Nach ihrer Ankunft in Copenhagen begleitete er ſeinen Herrn dann und wann auf das Schloß, oder brachte meiner jungen Gebiete⸗ rin eine Botſchaft, welche ich gar oft entgegen nahm. So lernten wir uns kennen, er erklärte mir ſeine Liebe, und ich— geſtand ihm die meinige. So oft nun Ranzau ſeine Braut be⸗ ſuchte, kam Joſeph zu mir und ſo ſchwanden uns nunmehr einige glückliche Monate dahin⸗ Nur Joſephs ungemeine Heftigkeit tröpfelte dann und wann einen bittern Tropfen in mei⸗ nen Freudenbecher. Der geringſte Umſtand konnte ihn außer ſich bringen, dann runzelte er die Stirn, knirſchte mit den Zähnen, und