zugegen ſeyn könne, ſolche am nächſten Tage zu erzählen. „Ich möchte doch gerne,“ fügte ſie hinzu, „daß diejenigen, welche mir hienieden die Lieb⸗ ſten und Theuerſten ſind, noch bevor mein Herz ganz aufhört zu ſchlagen, den namenloſen Schmerz kennen lernen möchten, der daſſelbe faſt gebrochen hätte, den Schmerz, den Andacht und Gebet zwar zu lindern, nie aber ganz zu heben vermochten.“ 3 Als darauf am nächſten Tage die ganze Familie ſich wieder verſammelt hatte und um dem kleinen runden Tiſche ſaß, erzählte Baſe Do⸗ rothea wie folgt: „Es iſt Euch allen zu Genüge bekannt, daß ich mehrere meiner Jugendjahre am Hofe verlebte; ich hatte eben mein ſechszehntes Jahr zurückgelegt, als ich bei der Hofmeiſterin der Königlichen Kinder, Frau Anna Lycke, in Dienſt trat. Einige Jahre ſpäter ward ich als Kam⸗ merjungfer bei den Prinzeſſinnen ſelbſt angeſtellt, wobei ich die älteſte Prinzeſſin Anna Catharina ganz beſonders zu bedienen hatte. Sie war eben ſo ſchön als reizend und fromm, und ihr
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