die mit dem jungen Manne vorgegangene Ver⸗ änderung nicht genugſam wundern konnte, hörte deutlich, wie Baſe Dorothea beim Abſchiede, zu ihrer Mutter gewandt, ſagte:„Das iſt ein wak⸗ kerer junger Mann, er iſt eben ſo verſtändig als beſcheiden, und das will wahrlich viel ſagen.“
Als ſich die Geſellſchaft entfernt hatte, be⸗ merkte die Mutter ihrem Gatten:„Er iſt doch klüger als ich glaubte, ſo verkehrt er ſich auch ſonſt beträgt, wußte er ſich doch gar ſehr bei der Baſe beliebt zu machen.“
„Die Baſe,“ entgegnete der Vater,„ſprach von Dingen, die ihm zuſagten, das gab ihm ſein Gleichgewicht wieder; er iſt ehrlich und grade wie meine Schweſter, deshalb verſtanden ſie ſich einander bald, dabei aber war keine Klugheit im Spiele.“
Sandbye hatte Recht. Von dieſem Augen⸗ blicke an hatte Friedrich keine wärmere Freun⸗ din, keine eifrigere Beſchützerin, als Baſe Do⸗ rothea. Da ſie in einem freundſchaftlichen Ver⸗ hältniſſe mit der Familie ihres Bruders ſtand, und Chriſtine ganz beſonders liebte, hatte man ſchon längſt nicht mehr daran gezweifelt, daß ſie


