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Das Ideal
Entstehung
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— 14102—

„So geht es,“ grinſte eine Alte, welche ſich auf eine Krücke ſtützte und viel Ahnlichkeit mit einer Hexe hatte,„traun, es wird wunder⸗ bar anzuſchauen ſeyn, wenn ſein hochgräflicher Kopf, der ſo manche Tractate abſchloß und ſo

manche Ränke ſchmiedete, mit den großen ſchwar⸗

zen Augen von dem Pfahle herab glotzt.“— Das Hohngelächter, womit dieſe Rede begleitet wurde, hatte für Eliſabeth etwas ſo Empören⸗ des, daß ſie, um ihre Gemüthsbewegung nicht zu verrathen, genöthigt war ſich abzuwenden.

Da reihten ſich endlich die Soldaten in eine Linie und nahmen das Gewehr auf die Schulter.

„Da kommt ſie mit dem General Ahlfeldt,“ flüſterte Holſt zu ſeinen Begleitern gewandt; und wirklich trat der genannte Offizier aus der Schloßpforte mit Eleonore Ulfeld, deren linke Hand leicht auf ſeinem rechten Arm ruhte. Sie ſchien jetzt noch bleicher als zuvor am Ufer, aber ihre Augen funkelten heller als vorhin. Ihr Außeres verrieth durchaus keine Spur von Furcht

oder Zaghaftigkeit, ihr Anſtand war noch wür⸗

devoller, noch ſtolzer als ſonſt, und mit feſtem