beſuchen. Halb ungern, halb aber auch wieder mit einem freudigen Gefühl, vernahm ſie indeſ⸗ ſen jetzt, daß der Graf von dem Könige die Er⸗ laubniß erhalten hatte, ſich zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit in das Bad zu Aachen bege⸗ ben zu dürfen, wohin er mit ſeiner Familie auch bereits am 14. April abgereiſt war.
Ihre Schwiegermutter that nun Alles was in ihren Kräften ſtand, Eliſabeth die Sehens⸗ würdigkeiten der Hauptſtadt und die ſchönen Ge⸗ bäude zu zeigen, welche Chriſtian der Vierte hatte aufführen laſſen, und welche ſelbſt von dem weitgereiſten Arenzen mit Bewunderung in Au⸗ genſchein genommen wurden. übrigens kamen nur wenige Freunde und Anverwandte Bartho⸗ lins in das Haus ſeiner Mutter, denn ſeine Brüder waren theils abweſend, theils mit ihren gelehrten Studien allzu ſehr beſchäftigt, als daß ſie an der einfachen Unterhaltung mit den Frauen und dem ſchlichten Maler hätten Vergnügen finden können. Zu den nähern Bekannten Bar⸗ tholins gehörte früher auch ein junger Gelehr⸗ ter, welcher mit ihm faſt von gleichem Alter war, und ſich Jacob Heinrich Pauli nannte.


