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Tages empfing nun Eliſabeth ein Schreiben ih⸗ res Geliebten, welches folgendermaßen ſchloß:
„Bevor ich dieſen Brief abſende, muß ich Dir noch eine Nachricht mittheilen, welche, wie ich weiß, Dir ein vollkommeneres Hochzeitsge⸗ ſchenk, als der koſibarſte Schmuck ſeyn wird. Ich zögere— um Deine Erwartung zu ſpannen— was ich Dir aber zu verkünden habe, wird den⸗ noch deine kühnſten Hoffnungen übertreffen.— Gräfin Ulfeld iſt frei ſammt ihrem Gemahl.— Ich habe dieſe Botſchaft ſchon vor einigen Ta⸗ gen erhalten, ſie Dir aber bis heute verſchwie⸗ gen, um ſie Dir zur Hochzeitgabe zu ſenden.“
„Die näheren Umſtände dieſer frohen Be⸗
gebenheit kann ich Dir in wenigen Worten be⸗ richten; Ulfeld hatte, wie Du weißt, an den König geſchrieben und ſich über ſeine Lage be⸗ klagt; worauf der Monarch den Grafen Ranzau nach Bornholm ſandte, um die Sache zu unter⸗
ſuchen. Da nun Ulfeld ſich gegen Ranzau be⸗
reit erklärte, alle ihm von dem Könige vorzu⸗ ſchreibende Bedingungen eingehen zu wollen, ward er ſammt ſeiner Gemahlin in Freiheit ge⸗
ſetzt, nachdem er zuvor feierlich gelobt hatte, in


