fünf Jahre nachher bewarb ſich Franz Albert, Herzog von Sachſen, um Eleonore. Der König und der Hof waren ſehr geneigt, hiezu ihre Einwilligung zu geben, ſie aber ſchwankte kei⸗ nen Augenblick, ſondern blieb ihrem Ulfeld ge⸗ treu. Dies alles, meine theure Eliſabeth, erfuhr ich von meinem Vater, der ein vertrauter Freund des Doctor Otto Sperling, und von dieſem in das Geäflich Ulfeld'ſche Haus eingeführt worden war. Die Theilnahme, welche mein Vater für das Letztere hegte, hat ſich auf mich vererbt, und daß auch Du, mein theures Mädchen, ei⸗ nen ſo warmen Antheil an dieſer Familie, die ich übrigens nie geſehen, nimmſt, erſcheint mir wie ein Wink des Schickſals, daß wir zu einan⸗ der gehören.“ So ſprechend drückte er die Ge. liebte an ſeine Bruſt und ihr Geſpräch nahm nunmehr eine heiterere Wendung. 1
Ihre Hochzeit ſollte im Februar des Jah⸗ res 1662 gefeiert werden. Bartholin aber hatte eine Reiſe in die Nachbarſchaft zu machen, und ſollte erſt zu dem zur Verheirathung beſtimm⸗ ten Tage wieder eintreffen. Am Morgen dieſes


