ſie ſich matt und erſchöpft, und von der im Zimmer herrſchenden Krankenluft faſt erſtickt, am Fenſter nieder; da öffnete ſich plötlich die Thür, und herein trat die kleine Dorothea, von einem jungen Manne gefolgt, der ſich in einen Mantel gehüllt hatte. Er eilte ſofort zum Fen⸗ ſter, ſtieß daſſelbe auf und trat dann zu der Kranken; ſein bleiches Antlitz aber und die Spu⸗ ren der überſtandenen Krankheit in demſelben verkündeten unſerer Eliſabeth alſobald, daß es kein anderer als der fremde Arzt ſey; ſeine Re⸗ den waren kurz und beſtimmt, und ſein Weſen hatte überhaupt ſo viel Vertrauen Erweckendes, daß bei Eliſabeth ſofort jede Beſorgniß rückſicht⸗ lich der Kranken zu ſchwinden begann.
Der Arzt ſchien indeſſen Eliſabeth faſt gar nicht zu bemerken, er fühlre der Kranken den Puls, beobachtete ihr Athemholen, und befragte die kleine Dorothea über Alles auf das genaueſte. „Es war die höchſte Zeit!“ rief er endlich, „aber ich hoffe, es iſt noch nicht zu ſpät.“
Da entfuhr plötzlich unſerer Eliſabeth ein Ausruf der Freude; der Arzt blickte auf.„Ver⸗ muthlich Jungfrau Arenzen,“ rief er, wobei eine


