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Das Ideal
Entstehung
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zeugen wie es um Deine Mutter ſteht. Meine Baſe ſchläft noch, ich kehre zurück noch bevor ſie erwacht.“—.

So ſprechend warf ſie eilig ihren Mantel

um und folgte dem Knaben. Dieſer führte ſie

in ein ſchmales Gäßchen, wo ſie in einem klei⸗ nen Hinterhauſe eine dunkle Treppe hinanſtiegen. „Hier ſind wir!“ ſprach der Kleine. Eliſabeth öffnete eine niedrige Thür, trat hinein und ge⸗ wahrte nunmehr in dem elenden Kämmerchen die wackere Tiſchlersfrau auf einem armſeligen La⸗ ger. Auf den eingefallenen Wangen brannte eine dunkle Fiebergluth, und ihr ſtieres Auge ſtarrte

vor ſich hin. Dorothea, das älteſte der Kinder.

ſtand am Fuße des Lagers, rang die Hände und blickte auf die kranke Mutter, während die drei jüngſten auf dem Fußboden umherkrochen. Nicht ohne Schwierigkeit gelang es Eliſabeth, nach und nach herauszubringen, daß ihre arme Nachbarin bereits vier Tage lang darnieder liege, daß aber ihre Kinder die Krankheit verſchwiegen gehalten hät⸗ ten, aus Furcht, der Hauswirth würde ſonſt ihre Mutter ohne weiteres nach dem Hospitale ſchaf⸗ fen laſſen; als es aber endlich mit der Kranken

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